Transgender Day of Remembrance

Pressemitteilung der Koordinierungsstelle für Lesben, Schwule und Transidente zum „Transgender Day of Remembrance“

Transidentität – sich mit Ungewohntem vertraut machen

Transgender Day1sAm Dortmunder Rathaus wurde heute unter Beteiligung der Dortmunder Selbsthilfeorganisationen Lili Marlene und TransBekannt sowie Unterstützer_innen zum “Transgender Day of Remembrance” gemeinsam die Regenbogenfahne gehisst.

Laut einer Studie zur Lebenssituation von Transidenten in Nordrhein-Westfalen des Lesben- und Schwulenverbandes Deutschland sehen sich transidente Menschen „multiplen Belastungssituationen“ ausgesetzt.

Diese beinhalten nicht nur formale Probleme wie die Änderung von Urkunden und Zeugnissen oder medizinische, wie eventuell gewünschte Geschlechtsanpassungen. Außerdem ist es für Transidente oftmals sehr belastend, in einer Gesellschaft zu leben, die nur wenig oder keinen Raum bietet für geschlechtliche Vielfalt.

Der Besuch einer öffentlichen Toilette, das Ausfüllen eines Formulars, oder die Umkleidekabine kann für transidente Menschen schnell zum Spießrutenlauf werden. Denn hinter allem steht für die meisten immer die Entscheidung: Bin ich ein Mann oder eine Frau? Was, wenn ein Mensch sich seinem biologischen Körper nicht zugehörig fühlt?

„Ursache für Anfeindungen von transidenten Menschen sind neben fehlendem Wissen vor allem Vorurteile und Ignoranz: Transgeschlechtlichkeit ist keine Krankheit.“ erklärt Susanne Hildebrandt von der städtischen Koordinierungsstelle für Lesben, Schwule und Transidente. Ihr ist wichtig, auf die Situation von transidenten Menschen und die in der Gesellschaft herrschende Transphobie aufmerksam zu machen.

Dass über Betroffene und deren Angehörige hinaus noch viel Aufklärung zu dem Thema in der Bevölkerung Not tut, belegt die traurige Statistik von trans*feindlich motivierter Gewaltverbrechen auf www.transgenderdor.org. Seit 1999 findet alljährlich am 20. November der “Transgender Day of Remembrance” statt. Mit diesem Tag wird den aufgrund von Gewalt verstorbenen Trans*Personen in aller Welt gedacht.

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